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Der MOJE M1

Der Wasserrettungslift ist ein revolutionäres Rettungsgerät mit dem bei einer Mann–über–Bord Situation von jeder Stelle der Bordwand, oder an Kais, sofort effizient Hilfe geleistet werden kann.


070616 WRL-Anleitungstafel sehr klein


Die Kurzanleitung können Sie hier herunterladen.



Wichtige Anmerkungen

Immer, wenn auf einem Schiff ein Mensch über Bord fällt, müssen die auf dem Schiff zurückgebliebenen Personen innerhalb von wenigen Sekunden Entscheidungen treffen, die über das Leben, bzw. das Überleben des über Bord gegangenen entscheiden können.

 

Fällt ein Mensch unbemerkt über Bord während das Schiff Fahrt macht, sind die Chancen eher gering die Person wieder aufzufinden. Wellengang wird die Suche weiter erschweren.

 

Wird sein über Bord gehen bemerkt, kann die Crew sofort handeln. Nun gilt es abzuschätzen, ob der über Bord gegangene ein ihm zugeworfenes Rettungsmittel überhaupt erreichen kann. Dabei spielt es keine Rolle was ihm zugeworfen wird. Wichtig ist nur, eine Leinenverbindung zum Schiff herzustellen und zusätzlichen Auftrieb zu der hoffentlich getragenen Rettungsweste zu ermöglichen.

 

Doch was ihm auch immer zugeworfen wird, unter Fahrt wird eine Sorgleine schnell zu kurz sein.

 

Ab jetzt läuft die Uhr gegen die Person im Wasser. Es geht nun darum, so schnell wie möglich zurück zu fahren und eine geeignete Bergung einzuleiten.

 

Doch ist man zurück beim Unfallopfer, ist dieses schon soweit unterkühlt, dass keine Zeit für Experimente bleibt. Ist die Person schon bewusstlos, muss ein Helfer ins Wasser. Das Stochern mit Stangen und Haken kostet nur Zeit und sollte der Bergung von Leichen vorbehalten sein.

 

Über eine Leine gesichert geht der Helfer mit dem Wasserrettungslift ins Wasser und zieht oder schiebt die Person in den Wasserrettungslift. Beide können dann über eine Talje in horizontaler Lage am Baum zurück an Bord geholt werden.

 

Hilflose Personen im Wasser sind nicht in der Lage Schlingen bzw. Doppelschlingen so anzulegen, dass eine gefahrlose Bergung möglich wird. Auch ein Retter im Wasser, der Hilfestellung leisten könnte, ist mit dieser Aufgabe restlos überfordert. So wird er es nicht schaffen, dem Ertrinkenden so ein „Geschirr“ anzulegen. Auf Mithilfe des Ertrinkenden kann er nicht hoffen, im Gegenteil, der Retter muss sich auf starke Gegenwehr einstellen, wenn der Ertrinkende sich an seinem Körper festzuhalten versucht.

 

An dieser Stelle sei noch einmal darauf hinzuweisen, dass aus medizinischer Sicht ein Mitwirken des Ertrinkenden eher kontraproduktiv ist und der Retter auch nicht zur Mithilfe auffordern sollte. Letztendlich kennt der Retter den körperlichen Zustand des Ertrinkenden nicht.

 

Eine kreislaufschonende Bergung wird von Notfallmedizinern schon seit Jahren gefordert. 


So kann ein Helfer unabhängig von der Freibordhöhe des Schiffs, einen Verunglückten in wenigen Minuten bergen und dadurch die Überlebensaussichten des Verunglückten deutlich verbessern.

Hierbei spielt es keine Rolle, ob die zu rettende Person bei Bewusstsein, bzw. bewusstlos ist. Immer erfolgt Rettung und Bergung in horizontaler Lage. Mit dem Wasserrettungslift und einer zusätzlichen Bergevorrichtung ist auch eine einzelne Person in der Lage, einen Verunglückten aus dem Wasser zu bergen.

Der Wasserrettungslift ist in einer wasserdurchlässigen Tasche und diese in einem wasserdichten und schlagfesten Kunststoffkoffer verpackt. Er besitzt 3 aufblasbare Kammern. Für jede Kammer ist eine entsprechend dimensionierte CO2-Flasche in die Konstruktion integriert. Die beiden äußeren Kammern werden automatisch aufgeblasen, sobald der Wasserrettungslift mit Wasser in Berührung kommt.


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Klein und leicht - der MOJE M1
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MOJE M1 in voll aufgeblasenem Zustand

Der Wasserrettungslift ist ein neuartiges Seenot-Rettungsgerät, mit dem schnellstmöglich effiziente Hilfe zum Schutz gegen Ertrinken geleistet werden kann.

Die CO2-Flasche für die mittlere Kammer kann nur manuell per Hand mit einer Zugvorrichtung ausgelöst werden, von der sich jeweils eine auf jeder Seite des Wasserrettungslifts befindet. Sie ist mit einem Blinklicht bestückt, das sich bei Wasserkontakt automatisch einschaltet. Erst wenn die zu rettende Person im MOJE M1 liegt, wird die Funktion „Liften“ aktiviert. (manuelles Auslösen der mittleren Kammer)

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Barrierefreies Einschwimmen und Auslösen der Mittelkammer
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Fertig aufgeblasener Zustand

Sturm und starker Seegang schränken den Einsatz des Wasserrettungslifts nur geringfügig ein. Aufgrund seines geringen Eigengewichts und bedingt durch seine Konstruktion liegt er ruhig im Wasser und driftet kaum ab.

Der Wasserrettungslift besitzt ein integriertes Gurtsystem mit Ringösen. Dadurch ist eine waagerechte Bergung des Verunglückten mit einer Hebevorrichtung gewährleistet.

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Zum Schutz vor Wellen und Gischt lässt sich der Wasserrettungslift wie ein Kokon verschließen. Ein Rollen ist nicht zu befürchten, da sich der Schwerpunkt immer im Bereich des Gesäßes befindet und die Konstruktion der Außenkammern die Lage zusätzlich stabilisiert.

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